Dr. H. Bischoff

Im Zeitalter des Populismus

Was eint die Wirtschaftspolitik von Abe, Modi, Erdogan, Orban, Xi und Trump? Überall triumphieren Kapitalanleger. Die steigende Zahl an Populisten an den Schalthebeln der Macht lässt weltweit die Preise für Vermögenswerte ansteigen. Dahinter steckt System, wie ein Blick zurück in die 1930er Jahre zeigt.


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Dr. H. Bischoff

Der Rothschild Coup

Versuche, durch einen Informationsvorsprung auf Kosten anderer zu Vermögen zu gelangen, gab es schon immer.  Am 11. April 2017 versuchte ein 28 jähriger Mann, die Spieler des börsennotierten Dortmunder Fußballvereins umzubringen, um daraus mittels spekulativer Short-Engagements einen persönlichen Profit zu erzielen. Kriminelle Energie führt glücklicherweise direkt in eine vergitterte Zelle. Wie man es richtig macht, zeigte Nathan Rothschild vor 200 Jahren. Noch heute kontrolliert die Rothschildfamilie ein Firmenimperium.

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Dr. H. Bischoff

Geldpolitik der Reichsbank

Die Genese der ersten deutschen Währung erfolgte im hoch volatilen Umfeld des ausklingenden Eisenbahn-Kontratjew. Die ausklingende Gründerzeit hat viele Gemeinsamkeiten mit der Gegenwart. Es beginnt mit einer deflationären Periode nach dem Wiener Börsenkrach und findet in ausgeprägten Zukunftsinvestitionen seine Fortsetzung. Eine dynamische Geldpolitik geht damals wie heute mit ausgesprochen volatilen Kapitalmärkten Hand in Hand.
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topofocus

Kapitalmarktperspektive 2017: Remember 1929

Das Jahr 2017 ist das Jahr Nummer Eins im US-Präsidentschafts-Zyklus, das Jahr Nr. 8 der aktuellen Aktienmarktrallye und das Jahr  Nr. 38 der Anleihenrallye. Und jetzt betritt eine US-Regierung die  Bühne, die sich durch persönlichen Reichtum, politische Unerfahrenheit und ideologische Radikalität auszeichnet. Die Machtergreifung ähnelt in Vielem der unglücklichen Präsidentschaft Hoovers im 1929 bis 1933. Zum vollständigen Artikel

topofocus

2017 – Ein Jahr mit der Endung „7“

Prognosen sind schwierig, insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen.
Bevor man verstand, welchen Gesetzmäßigkeiten Entwicklungen folgen, fragte man Orakel und Astrologen. Die Zahl Sieben ist in diesen Kreisen der bockige Begleiter der runden Sechs, die den Zwölfkreis halbiert. Nach dem Gleichgewichtsjahr 2016 steht uns aus zyklen-historischer Sicht ein Jahr der Veränderung und Bewegung ins Haus.

10 Jahreszyklus

Abbildung 1: Prozentuale Preisveränderungen im Jahresverlauf bei US-Aktien in Jahren mit „7“

In der Abb. 1 sind die Preisveränderungen für Aktien in den USA seit 1897 im 10-Jahres-Rhythmus dargestellt. 5 Jahre mit außerordentlich positiven Preisveränderungen stehen 5 Jahre mit deutlichen Kurseinbrüchen entgegen. Das Gesamtbild ist damit zwar neutral. Vergleicht man dies mit den 6er und 8er-Jahren (6:2 ; 8:0), dann folgten 7er-Jahre börsentechnisch den Vorgaben der Astrologie.

2007

Dem aufmerksamen Betrachter entgeht nicht die überraschend positive Performance des Jahres 2007. Das Jahr, in dem die US-Subprime-Krise eskalierte. Wer den Film The Big Short gesehen hat, kennt den Grund: Obwohl längst klar war, dass es eine massive Spekulationsblase bei restrukturierten Immobilienkrediten gibt, gelang es den Verkäufern in den Derivateabteilungen der Banken, die Marktpreise für ABS und CDO’s munter weiter zu treiben. Erst im Januar 2008 fiel das Kartenhaus in sich zusammen.

1937

Abbildung 2: Preisverlauf des Dow Jones Industrial im Jahre 1937

Die Preisentwicklung des Jahres 1937 hat sich merkwürdigerweise nicht in das kollektive Gedächtnis der Kapitalmarktakteure eingebrannt. Tatsächlich purzelten die Notierungen am US-Aktienmarkt nur im Panikjahr 1907 rascher. Zu Jahresbeginn deutete wenig auf den katastrophalen Jahresverlauf hin. Nach dem Preissturz 1929 bis 1932 erholten sich die Aktiennotierungen seit 1934. Die Arbeitslosigkeit war mit 14% weiterhin hoch und gefühlt war das Wirtschaftswachstum gering.

Nachdem die Preise für Vermögenswerte vier Jahre nur gestiegen waren, brach die Furcht vor einer nicht mehr eindämmbaren Inflation und einer Wiederholung der Spekulationen der 1920er Jahre wieder auf. Die FED hatte bereits im Juli 1936 ihre Geldpolitik gestrafft, insbesondere wurde die Vergabe von Krediten erschwert. 1937 liefen fiskalische Maßnahmen im Rahmen des New Deals aus, gleichzeitig wurden neue Steuern eingeführt. Die USA schlitterte ungebremst in eine innenpolitisch begründete Rezession.

1987

Abbildung 3: Preisverlauf des Dow Jones Industrial im Jahr 1987

In der Abb.1 erscheint das Jahr 1987 unspektakulär. In Wahrheit liefert es eine mögliche Blaupause für die Gegenwart. Im Jahre 1986 traten die Notierungen an den US-Märkten auf der Stelle (Abb. 2). Das Jahr 1987 begann mit einem charttechnischen Ausbruch. In der Folge feierte der US-Aktienmarkt ein Alltime-High nach dem anderen. Bis im Oktober während eines Herbststurms über London der Markt förmlich zusammen brach (Black Monday). Auch hier zeigt sich das oben aufgezeigte Muster. Im Jahre 1986 waren die Ölpreise zunächst im freien Fall. Gleichzeitig schwächte sich das Wirtschaftswachstum ab. Die Aktienmärkte koppelten sich immer mehr von der Realität ab. In der Spitze war der US-Aktienmarkt 44% teurer, als 12 Monate zuvor. Um die Irrationalität zu beenden, bedurfte es jedoch einer beliebigen externen Störung.

Fazit

Auch ohne konjunkturelle oder geopolitische Rahmenbedingungen zu betrachten, stehen risikobehafteten Assets wechselvolle Monate bevor. Das Ergebnis dieser kleinen geistigen Fingerübung fügt sich nahtlos ein in die Resultate aus anderen Überlegungen, die wir in der Artikelreihe zum Jahreswechsel angestellt haben.

 


Dr. H. Bischoff

Der „Silver Price Act“ als populistitische Krisenantwort und die globalen Konsequenzen

Die japanische Notenbank finanziert große Teile des Haushalts der japanischen Regierung. Die englische Notenbank stützt mittels expansiver Geldpolitik die Konjunktur in Großbritannien nach der Brexit-Entscheidung. Das Ziel: Internationale Wettbewerbsfähigkeit und nationaler Wohlstand. Nun betritt Donald Trump mit ähnlichen Zielen die Bühne.

Wir wissen noch nicht, welche Maßnahmen die USA ergreifen wird. Die Geschichte zeigt jedoch, welche Gefahren national begründete geldpolitische Maßnahmen innewohnt. Wir schauen zurück auf das Jahr 1934, als die USA mit dem „Silver Price Act“ den Lauf der Geschichte dramatisch änderte.

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Dr. H. Bischoff

Deflation und Populismus

bildschirmfoto_2016-11-12_19-54-55In den vergangenen 40 Jahren sind die Marktzinsen stetig gesunken. Im Herbst 2016 sind negative Renditen selbst für Unternehmensanleihen nicht ungewöhnlich. Schaut man 150 Jahre zurück, erlebte die industrialisierte Welt bereits einmal eine deflationäre Phase. Die Geschichte lehrt uns, auf welch fatalem Weg der Deflationspfad verlassen werden kann. Die Gegenwart zeigt, wie wenig lernfähig die Gesellschaft ist.

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