Dr. H. Bischoff

Die Zukunft der EZB-Geldpolitik: Yield Curve Control

Die EZB wird ab 2018 ihre Staatsanleihekäufe planmäßig reduzieren. Die Leitzinsen bleiben bis 2019 konstant – falls sich das ökonomische Umfeld planmäßig entwickelt. Wenn nicht, dürfte die EZB dem Pfad der japanischen Notenbank folgen, die strikte Zielrenditen für Anleihen bis 10 Jahren Laufzeit durchsetzt. Paradox: Diese rigorose Geldpolitik würde den politischen Integrationsprozess innerhalb der Eurozone stützen. Auch reflektiert dies die politischen Kräfteverhältnisse der Ägide Macron weitaus besser, als die vom Mainstream geforderte Rückkehr zu einer »normalen« Geldpolitik. Hieraus ergeben sich interessante Handelsperspektiven.

Zum vollständigen Artikel

Dr. H. Bischoff

Der Yellen Put

Alan Greenspan startete seine Amtszeit 1989 mit dem Experiment, Notierungen an den Kapitalmärkten  aktiv durch seine Geldpolitik zu beeinflussen. Finanzmarktteilnehmer übersetzen dies in den markigen Begriff Greenspan Put. Die FED selbst agierte als Versicherung gegen Kursverluste1. Ben Bernanke erbte eine Volkswirtschaft mit bereits künstlich niedrig gehaltenen Marktzinsen.  Weitere Zinssenkungen zur Stimulation der Kapitalmärkte schienen unmöglich. Die Einführung von „Quantitative Easing“ hatte den gleichen Effekt: Immer wenn Bernanke neue geldpolitische Maßnahmen verkündete, war der Kapitalmarkt als Ganzes gegen Kursverluste geschützt: Der Bernanke Put löste den Greenspan Put ab.  Nun ist Jennet Yellen an der Reihe. Wie sieht der Yellen Put aus, oder bricht sie mit dieser Tradition?

Zum vollständigen Artikel

Dr. H. Bischoff

EZB: Der finale Schuß!

Wochenkommentar (Quelle: Deutsche Flugsicherung GmbH)Vergangenen Donnerstag verkündete die EZB ein ganzes Maßnahmenbündel gegen die deflationären Tendenzen in der Eurozone. Äußerlich gab sich Mario Draghi betont zuversichtlich. Allein die Tatsache, dass die EZB im Jahre 7 nach der Finanzkrise die Stabilität der Eurozone nur mit einer weiteren massiven Ausweitung der geldpolitischen Stimulie sicherstellen kann, spricht Bände.

Zum vollständigen Artikel

Dr. H. Bischoff

Riksbank: Kommunikation ist, was (in Japan) ankommt

Es kommt nicht alle Tage vor, dass sich die Aktien in einem Industrieland in einer Woche um 13 Prozent verbilligen – und das, ohne einen direkten nationalen Impulsgeber, etwa einer Intervention von Notenbank oder  Regierung. Die geldpolitische Entscheidung eines kleinen Randstaats in Skandinavien bewirkt unmittelbar auf der anderen Erdhälfte einen Ausverkauf von Risikopapieren.  Zufall oder Absicht?

Zum vollständigen Artikel