Dr. H. Bischoff

Milchwirtschaft der Südhalbkugel

bbc

Abbb. 1: Ausschnitt des BBC-Nachrichtenüberblicks «Australien» vom 4.12.2016

Es kommt nicht alle Tage vor, dass sich ein Unternehmenswert innerhalb von 24 Stunden  halbiert – und wenn ist dies immer ein Anlass, genauer hinzuschauen. Beim üblichen morgendlichen Marktscan fiel uns der im beschaulichen Launceston (Tasmanien) beheimatete Babybreihersteller Bellamy  auf. Der Aktienpreis lag am 3.12. um 44 % niedriger, als am Vortag. Die Meldung erschien später sogar unter den “Top 3” im Nachrichtenüberblick «Australien« der BBC.

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Dr. H. Bischoff

Subprime als Antwort auf NegativZinsen

Wochenkommentar (Quelle: Deutsche Flugsicherung GmbH)Vordergründig dreht sich an den Finanzmärkten alles um den Ausgang des britischen EU-Referendums. Im Hintergrund werkeln die Akteure bereits kräftig an den Strategien für das zweite Halbjahr. Wer sich nicht an dem Lauf der Lemminge zu immer höheren Preisen bei Aktien beteiligen will, muss neue Wege gehen. Einer dieser Wege trägt die Bezeichnung “Subprime”. Zum vollständigen Artikel

Dr. H. Bischoff

US-Zinserhöhung im Juni?

Wochenkommentar (Quelle: Deutsche Flugsicherung GmbH)Als am 18.Mai das Protokoll der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses der FED, die sog. “Minutes” veröffentlicht wurden, stiegen die Renditen für US-Staatsanleihen plötzlich an, der US-Dollar wertete gegenüber fast allen anderen Währungen auf und der Aktienmarkt verzeichnete Kursverluste. Als kurze Zeit später der Vorsitzende der New Yorker FED öffentlich sein zunehmendes Unbehagen mit dem derzeitigen Zinsniveau kundtat, war das Medienecho groß. Was steckt dahinter, welche Kräfte wirken und müssen wir Konsequenzen ziehen?

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Dr. H. Bischoff

Eine Immobilienblase gibt es nicht

Eine Blasenbildung findet nicht statt. Das ist das Mantra der Immobilienwirtschaft in der Republik. Dabei pumpt sich der Markt immer weiter auf. Immobilien werden selbst in schwierigen Lagen geradezu versteigert. Die Frequenz der in Zeitungen lancierten “Analysen” steigt. Gleichzeitig zeigen einige Indikatoren Übertreibungssignale. Platzen wird die Blase vermutlich erst, wenn in Asien(China) die Bewertungen in sich zusammenfallen.

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Rico Ludwig

Ist das negative Zinsumfeld tatsächlich unerheblich für die Geldanlage?

Eine Zinswende ist nicht in Sicht. Im Gegenteil. Im April 2016 ist die Inflationsrate in Spanien auf -1,2% gefallen. In Deutschland ist die Teuerung im gleichen Monat auf 0,1 – 0,2 Prozent gesunken. Die EZB kauft aggressiv Staats- und Unternehmensanleihen auf. Die Renditen gehen tendenziell also weiter zurück. Dann der Lichtblick: Gerd Kommer gibt in der NZZ Entwarnung. Der reale Zins für Vermögensanlagen ist derzeit attraktiv. Wie kann das sein?

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Dr. H. Bischoff

Das Sterben der Einhörner: Venture Capital reduziert Bewertung von Beteiligungen

Wochenkommentar (Quelle: Deutsche Flugsicherung GmbH)Unternehmen mit exorbitanter Bewertung, keinen Erträgen und großen Plänen nennt man in der Welt der Hochfinanz “Einhörner”. Facebook und Google waren Einhörner, Dropbox und Cloudera weiden noch auf der Einhornkoppel. Einhörner werden von Venture-Capital-Investoren mit Geld versorgt. Nun schreiben diese Investoren einen Teil ihrer Investments ab.

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Dr. H. Bischoff

Zinssensitivität von Banken

Der Finanzsektor ist besonders von der Geldpolitik der Notenbanken betroffen. In Europa und Japan kämpfen die Banken in  der Negativzinsumgebung gegen die Erosion ihrer Erträge. In den USA (Kanada, Australien, Singapore) ist dagegen die Zinswende bereits eingeleitet. Dort müssen die Banken ihre Profitabilität in einem Regime steigender Marktzinsen sicherstellen.  Welche Instrumente stehen ihnen zur Verfügung und wie sind die Geldinstitute aufgestellt?

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Dr. H. Bischoff

Alles für die Aktionäre

Wochenkommentar (Quelle: Deutsche Flugsicherung GmbH)Das ManagerMagazin wundert sich über astronomische Gewinnmargen bei Unternehmensberatungen. Der Economist beklagt die “The Winner takes all”-Mentalität der US-Multis und Menschen sterben, weil Pharma-Unternehmen die Preise bei ihren “Cash-Cow’s” über Nacht um 500 Prozent und mehr anheben. Welche Schlüsse können wir aus Anlegersicht aus der Erfolgsstory “Profitmaximierung” ziehen?
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Dr. H. Bischoff

Stock Picking funktioniert(e) nicht

Im Frühjahr 2016 publizierte  S&P Down Jones eine Studie, wonach immerhin 2% aller aktiv gemanagten Investmentfonds es schafft, die Performance ihrer selbst gewählten Benchmark über einen Anlagezeitraum von 10 Jahren zu erreichen. Der Rest underperformt.

Europa

Die S&P Studie basiert auf den Handelsergebnissen von mehr als 25.000 in Europa zugelassenen Investmentfonds in den letzten 10 Jahren.stock-pickingDie nebenstehende Abbildung ist der Publikation entnommen.  Das Bild ist durchgängig desaströs:

  • 98,9% aller Fonds, die in US-Aktien oder Anleihen investieren,
  • 97% aller Fonds mit Schwerpunkt Schwellenländer
  • 97,8% aller global anlegender Fonds

schaffen es nicht, auf 10-Jahressicht ein passives Investment in dem Marktsegment zu schlagen.

Reduziert man den Betrachtungszeitraum, verbessert sich das Bild. Auf Jahressicht kann immerhin die Hälfte der Fonds zumindest mit ihrer Benchmark mithalten. Die besten Chancen, eine langfristige Outperformance zu erzielen, haben Anleger in der Schweiz.

  • Pan-Europäisch schaffen es 20% aller Fonds, ihre Benchmark über einen 5-Jahres-Zeitraum zu schlagen.
  • Je länger der Anlagezeitraum, desto geringer ist die Aussicht auf eine bessere Performance, als ein vergleichbares passives Investment
  • Es gibt viele Fonds, die es tatsächlich schaffen, im praktischen Handel ihre Benchmark zu schlagen. Diese verlangen aber hohe Management-Fees. Das Netto-Ergebnis für den Anleger ist deshalb auch unbefriedigend.

USA

Im Herbst 2016 veröffentlichte S&P eine identische Studie für das Fondsuniversum der USA. Wenig überraschend kommen die Autoren zu einem vergleichbaren Ergebnis: 99% aller aktiv gemanagten Aktienfonds mit Schwerpunkt USA oder Schwellenländer erreichen nicht die Performance ihrer selbst gewählten Benchmark.

Fazit

Die Studien belegen eindrücklich, welche Hindernisse im langfristigen Kapitalaufbau lauern. Investmentfonds, die größtenteils auf Kursgewinne durch aktiven Handel setzen, können langfristig nicht erfolgreich operieren. Es ist zwar möglich, durch ein exzellentes Research eine Outperformance zu erreichen. Zieht man die Kosten des Rechearches ab, bleibt wieder nur maximal die Rendite der Benchmark übrig.

Was aber tun, wenn passive Investments nur eine unbefriedigende Rendite versprechen? In den letzten beiden Jahren konnte man mit Investments in den USA gerade die Dividende (2%) abgreifen.  Schwellenländer-Investments verbrannten zeitweise Kapital und Investitionen in Europa zeichneten sich hauptsächlich durch sehr große Schwenkungen aus. Die Fondsanbieter empfehlen Smart-Beta-ETF’s. Damit gerät der Investor jedoch aus dem Regen in die Traufe ( Verweis auf einen aktuellen Beitrag in der FT).

Die Studien bestätigen unsere Vorgehensweise, auf die systematische Erschließung von Rendite-Quellen zu setzen. Was nicht bedeutet, hin und wieder, sinnvoll auf Preissteigerungen des Assets selbst zu spekulieren, wie beispielsweise den Kauf von preiswerten High-Yield Anleihen.

 

Dr. H. Bischoff

EZB-Nachlese

Wochenkommentar (Quelle: Deutsche Flugsicherung GmbH)In der ersten Handelswoche nach den ultimativen geldpolitischen Maßnahmen lichtet sich der Nebel. Das liegt auch an den offenbar koordinierten Äußerungen der BOJ und der FED. Wenn die Notenbanken der Industriestaaten an einem Strang ziehen, stellt man sich besser nicht dagegen.

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