Dr. H. Bischoff

Der Yellen Put

Alan Greenspan startete seine Amtszeit 1989 mit dem Experiment, Notierungen an den Kapitalmärkten  aktiv durch seine Geldpolitik zu beeinflussen. Finanzmarktteilnehmer übersetzen dies in den markigen Begriff Greenspan Put. Die FED selbst agierte als Versicherung gegen Kursverluste1. Ben Bernanke erbte eine Volkswirtschaft mit bereits künstlich niedrig gehaltenen Marktzinsen.  Weitere Zinssenkungen zur Stimulation der Kapitalmärkte schienen unmöglich. Die Einführung von „Quantitative Easing“ hatte den gleichen Effekt: Immer wenn Bernanke neue geldpolitische Maßnahmen verkündete, war der Kapitalmarkt als Ganzes gegen Kursverluste geschützt: Der Bernanke Put löste den Greenspan Put ab.  Nun ist Jennet Yellen an der Reihe. Wie sieht der Yellen Put aus, oder bricht sie mit dieser Tradition?

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Dr. H. Bischoff

Finanzieller Post-Kolonialismus

Seit 850 Jahren finanzieren vermögende Bürger Investitionen des Gemeinwesens. Staaten und Kommunen geben Anleihen heraus, die Bürger erwerben diese und erhalten Zinsen. Seit der Jahrtausendwende kommt dieses System mehr und mehr ins Wanken. Anstatt Staatsanleihen der Industrieländer zu zeichnen, weichen Vorsorgewerke auf Anleihen der Schwellenländer aus. Im Grunde verhalten sie sich nicht anders, als die Kolonialherren im 19. Jahrhundert.

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Dr. H. Bischoff

Mehrwertsteuerreform in China

Weitgehend unbeachtet reformierte das chinesische Finanzministerium zum Ersten Mai die Mehrwertsteuergesetzgebung. Vordergründig erfüllt China damit auf einem weiteren Gebiet internationale Standards. China wäre nicht China, wenn es keine „hidden Agenda“ gäbe. Diese lautet in diesem Fall: repressionsarme Eindämmung von Korruption und Schattenwirtschaft, wirkungsvolle Maßnahme gegen lokale Spekulationsblasen.

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