Die Geschichte des Kapitalmarkts ist durchzogen mit Krisen, die durch mangelndes Risikomanagement und/ oder ein falsches Verständnis der Risiken von Kapitalanlagen ausgelöst wurden.

LTCM-Krise

Im Jahre 1998 musste beispielsweise der legendäre “Long Term Capital Management”(LTCM)-Fonds mit einer Kapitalspritze von 3,75 Mrd. $ “gerettet” werden. Der gerade als FED-Vorsitzender gestarte Alan Greenspan pumpte zusätzliche Liquidität in damals ungekanntem Ausmaß in die Finanzmärkte, um deren Funktion sicher zu stellen.

Was war passiert? Seit ein paar Jahren konnte man die Preise für Optionen berechnen. Dieses Verfahren setzte LTCM exzessiv ein, um sich gegen ungewollte Preisveränderungen zu versichern. Leider war die Berechnungsformel falsch. Als Russland seine Staatsanleihen nicht mehr bediente, materialisierten unerwartete Risiken, die der Fonds nicht tragen konnte.

Bewertung des US-Aktienmarkts im Schaubild verschiedener Krisen

Subprime Krise

Bis zum Jahr 2007 verwendete man deshalb die Kenngröße “Var at Risk” zur Ermittlung des Portfoliorisikos — nur um festzustellen, dass man wieder die falsche Formel verwendet hatte. Die Finanzkrise hat die Banken und deren Risik-Managment wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. An den Folgen dieses “Malheurs” leiden wir noch heute.

Dies zeigt, welch zentrale Bedeutung ein gut durchdachtes Risikomanagement hat — und es zeigt auch die Grenzen des Machbaren auf.

Unser Risikomanagement

Der kurze Ausflug in die Geschichte zeigt, dass mathematische Verfahren allein für eine effektive Risikosteuerung nicht ausreichend sind. Das klassische Risikomanagement der Bestandspositionen  (Preis- und Volatilitätsrisiken der Einzelpositionen und des Gesamtdepots) wird durch die Werkzeuge unserer Hausbank befriedigend abgedeckt.

Anhang: Wie erkennen wir spätzyklische Indikatoren?