Dr. H. Bischoff

High Yield Anleihen: Attraktive Erträge in Phasen mit steigenden Marktzinsen

Die Assetklasse High-Yield-Bonds kann zu gegebener Zeit eine respektable α-Ertragsquelle sein. Die Erträge stammen aus Anleihen und sind damit planbar. Die Anleihenpreise selbst verhalten sich anders, als die von Staats- oder Investmentgrade-Anleihen. Insbesondere in Perioden mit steigenden Marktpreisen sind hochverzinste Anleihen vorteilhaft. Im Februar 2016 identifizierten wir eine gute Kaufgelegenheit für den High-Yield-Bonds-ETF. Im Dezember 2016 stellt sich ob sinkender Ausschüttungen und eines historisch hohen Preises für den ETF die Frage nach der Sicherung der Erträge.

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Dr. H. Bischoff

Die große Verunsicherung

Eine neue Finanzkrise?

Screenshot - 14.02.2016 - 17:22:29In der Welt am Sonntag finden wir auf der Seite 41 einen Artikel mit dem nebenstehenden Titel. Der Rest ist erfreulich sachlich. Man nimmt die teilweise dilettantische PR-Politik der Deutschen Bank zum Anlass, zu fragen, ob sich die Geschichte wiederholt: “… genau so fing es auch vor neun Jahren an. Erst war da nur die Sorge, einzelne Banken hätten Probleme. Dann gerieten mit der US-Investmentbank Bear Stearns und später Lehman Brothers in Schieflage. Die Kurse stürzten ab, die Liquidität an den Märkten versiegte. Was folgte, war die größte Finanzkrise seit dem Zweiten Weltkrieg, die bis heute noch nicht ganz überwunden ist.
Es ist ein Szenario, vor dessen Wiederholung sich alle fürchten. Und das die üblichen Reflexe auslöst.”

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Dr. H. Bischoff

Staatsfonds verursachen Kurseinbrüche

Preise an den Börsen entstehen gemeinhin aufgrund von Angebot und Nachfrage. Viele gehen naiver weise davon aus, dass der aktuelle Preis einer Aktie schlicht die diskontierten zukünftigen Erträge  repräsentiert.  Seitdem die Notenbanken rund um den Globus die Kapitalmärkte bei jeder sich bietender Gelegenheit mit Geld fluten, ist   die Liquidität am Kapitalmarkt selbst zu der entscheidenen Größe für die Bewertung auch von Unternehmen geworden.

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Wackelmärkte

Wochenkommentar (Quelle: Deutsche Flugsicherung GmbH)Das Börsenjahr 2016 kennt bisher nur eine Konstante: Volatilität. Gibt es belastbare Hinweise auf die Ursachen der Preisverwerfungen? Kann man eventuell ableiten, ob eine weitere Eskalation bevorsteht?

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Stock Picking funktioniert(e) nicht

Im Frühjahr 2016 publizierte  S&P Down Jones eine Studie, wonach immerhin 2% aller aktiv gemanagten Investmentfonds es schafft, die Performance ihrer selbst gewählten Benchmark über einen Anlagezeitraum von 10 Jahren zu erreichen. Der Rest underperformt.

Europa

Die S&P Studie basiert auf den Handelsergebnissen von mehr als 25.000 in Europa zugelassenen Investmentfonds in den letzten 10 Jahren.stock-pickingDie nebenstehende Abbildung ist der Publikation entnommen.  Das Bild ist durchgängig desaströs:

  • 98,9% aller Fonds, die in US-Aktien oder Anleihen investieren,
  • 97% aller Fonds mit Schwerpunkt Schwellenländer
  • 97,8% aller global anlegender Fonds

schaffen es nicht, auf 10-Jahressicht ein passives Investment in dem Marktsegment zu schlagen.

Reduziert man den Betrachtungszeitraum, verbessert sich das Bild. Auf Jahressicht kann immerhin die Hälfte der Fonds zumindest mit ihrer Benchmark mithalten. Die besten Chancen, eine langfristige Outperformance zu erzielen, haben Anleger in der Schweiz.

  • Pan-Europäisch schaffen es 20% aller Fonds, ihre Benchmark über einen 5-Jahres-Zeitraum zu schlagen.
  • Je länger der Anlagezeitraum, desto geringer ist die Aussicht auf eine bessere Performance, als ein vergleichbares passives Investment
  • Es gibt viele Fonds, die es tatsächlich schaffen, im praktischen Handel ihre Benchmark zu schlagen. Diese verlangen aber hohe Management-Fees. Das Netto-Ergebnis für den Anleger ist deshalb auch unbefriedigend.

USA

Im Herbst 2016 veröffentlichte S&P eine identische Studie für das Fondsuniversum der USA. Wenig überraschend kommen die Autoren zu einem vergleichbaren Ergebnis: 99% aller aktiv gemanagten Aktienfonds mit Schwerpunkt USA oder Schwellenländer erreichen nicht die Performance ihrer selbst gewählten Benchmark.

Fazit

Die Studien belegen eindrücklich, welche Hindernisse im langfristigen Kapitalaufbau lauern. Investmentfonds, die größtenteils auf Kursgewinne durch aktiven Handel setzen, können langfristig nicht erfolgreich operieren. Es ist zwar möglich, durch ein exzellentes Research eine Outperformance zu erreichen. Zieht man die Kosten des Rechearches ab, bleibt wieder nur maximal die Rendite der Benchmark übrig.

Was aber tun, wenn passive Investments nur eine unbefriedigende Rendite versprechen? In den letzten beiden Jahren konnte man mit Investments in den USA gerade die Dividende (2%) abgreifen.  Schwellenländer-Investments verbrannten zeitweise Kapital und Investitionen in Europa zeichneten sich hauptsächlich durch sehr große Schwenkungen aus. Die Fondsanbieter empfehlen Smart-Beta-ETF’s. Damit gerät der Investor jedoch aus dem Regen in die Traufe ( Verweis auf einen aktuellen Beitrag in der FT).

Die Studien bestätigen unsere Vorgehensweise, auf die systematische Erschließung von Rendite-Quellen zu setzen. Was nicht bedeutet, hin und wieder, sinnvoll auf Preissteigerungen des Assets selbst zu spekulieren, wie beispielsweise den Kauf von preiswerten High-Yield Anleihen.

 

Dr. H. Bischoff

Geldpolitik der Reichsbank

Die Genese der ersten deutschen Währung erfolgte im hoch volatilen Umfeld des ausklingenden Eisenbahn-Kontratjew. Die ausklingende Gründerzeit hat viele Gemeinsamkeiten mit der Gegenwart. Es beginnt mit einer deflationären Periode nach dem Wiener Börsenkrach und findet in ausgeprägten Zukunftsinvestitionen seine Fortsetzung. Eine dynamische Geldpolitik geht damals wie heute mit ausgesprochen volatilen Kapitalmärkten Hand in Hand.
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Dr. H. Bischoff

Zinssensitivität von Banken

Der Finanzsektor ist besonders von der Geldpolitik der Notenbanken betroffen. In Europa und Japan kämpfen die Banken in  der Negativzinsumgebung gegen die Erosion ihrer Erträge. In den USA (Kanada, Australien, Singapore) ist dagegen die Zinswende bereits eingeleitet. Dort müssen die Banken ihre Profitabilität in einem Regime steigender Marktzinsen sicherstellen.  Welche Instrumente stehen ihnen zur Verfügung und wie sind die Geldinstitute aufgestellt?

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Dr. H. Bischoff

Japan: Das Experimentierfeld der Notenbank

In der Vergangenheit war es Notenbanken von unbedeutenden Volkswirtschaften, wie Türkei, Ungarn, Südafrika usw. vorbehalten, über ihre Zinspolitik  politische Ziele umzusetzen und dabei Marktgesetze bewußt zu ignorieren.  Mit der Entscheidung der japanischen Notenbank einen negativen Leitzins festzusetzen, schwenkt die viert-größte Volkswirtschaft der Welt auf diesen Pfad ein.

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Dr. H. Bischoff

Das Sterben der Hedge Funds

Übernehmen Robot-Advisors das Regime? Steht die Königsklasse “Hedge-Funds” vor dem Aus? Es ist bezeichnend, dass zuletzt neben nicht-performenden Fonds auch erfolgreiche Urgesteine das Handtuch geworfen haben.  Welche Konsequenzen hat dies für “Private Hedge Funds”?

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